Nachdenken über Hedonismus, Wokismus und Armut
Eigentlich schließen sich das hedonistische und das Weltrettungsmilieu gegenseitig aus. Die einen wollen auf Teufel komm raus ungeniert konsumieren und genießen, die anderen sind verheuchelt, machen zu Haus auf Lastenfahrrad, und steígen heimlich zweimal im Jahr in den Flieger, um im Indik zu schnorcheln oder in California ein Eis zu schlecken.
Aber wie es mit Modellen als Abbildungen der Realität so ist: Sie funktionieren nur eingeschränkt. Ein aussagekräftiges Exempel ist Annalenchen, Exorbitante Aufwändungen für Klamotten, Haarschneiderey, Kriegsbemalung und Flüge meets Kohlendioxidvermeidung. Verzicht für die anderen, Überkonsum für sich selbst.
Das Sinus-Institut beschreibt den Hedonismus: „Die auf Konsum und Entertainment fokussierte (untere) Mitte: Spaßhaben im Hier und Jetzt; Selbstbild als cooler Lifestyle-Mainstream; starkes Geltungsbedürfnis; berufliche Anpassung vs. Freizeit-Eskapismus; zunehmend genervt vom Diktat der Nachhaltigkeit und Political Correctness.“
Und über das expeditive Mileu, welches es in die oberen Ränge des NGO-Adels und der Nutznießer der Umverteilung geschafft hat: „Die ambitionierte kreative Bohème: Urban, hip, digital, kosmopolitisch und vernetzt; auf der Suche nach neuen Grenzen und unkonventionellen Erfahrungen, Lösungen und Erfolgen; ausgeprägte Selbstdarstellungskompetenz, Selbstbild als postmoderne Elite“
Etwas ärmer, aber genauso abgefahren sind die progressiven Realisten: „Optimismus und Aufbruchsmentalität bei gleichzeitig ausgeprägtem Problembewusstsein für die planetaren Herausforderungen; Selbstbild als Changemaker und Impulsgeber der globalen Transformation;
Offen für neue Wertesynthesen: Disruption und Pragmatismus, Erfolg und Nachhaltigkeit, Party und Protest; Nachhaltiger Lebensstil ohne Verzichtsideologie“
Hier sind wir auf dem Punkt: Das Sack- und Asche-Publikum, wie von Ulrike Herrmann in den umstrittenen Fernsehstuhlkreisen herbeigeredet, gibts garnicht. Das WEF phantasiert vom Glücklichsein ohne Besitz, aber die Realität besteht wie schon in biblischen Zeiten aus Wasser predigen und Wein saufen. Es fand sich in der Genesis eine Begründung in der Fastenzeit fette Kapaune verzehren zu dürfen.
Sahra karikiert die Ambivalenz des Neuen Menschen körpersprachlich. Man muß den Text nicht verstehen, Die Textbausteine von Annalena sind eh fragil, Sahra tanzt die ichbezogene Dekadenz.
Man ruft mich Narziß. Es handelt sich offensichtlich um eine ichbezogene Störung.
Wir stoßen in der Popkultur immer wieder auf eine schon seit der Existenz der modernen Massenkultur (etwa 1925) ältere Form des Narzißmus, nämlich den Starkult, die Maßlosigkeit der Ansprüche sowie die Unbedingtheit des Willens. Diese Positionierung ist wegen ihrer exzessiven Erwartungshaltung unbürgerlich, stellt heute aber angesichts völlig verschobener Perspektiven schon einen Protest gegen das sozialistische WEF-Regime mit seinen Luftsteuern, Verbrennerverboten und Heizungsreglements dar.
Der Aufstand gegen die Armut ist oft grotesk. Sowohl für meine Mama, wie auch für die meiner Freundin waren die Revuefilme der 30er und 40er Jahre stilbildend. Sie gingen in den 60ern im Arbeiter- und Bauernstaat mit Kostüm, Krempenhut und langen Handschuhen – egal ob Genossin oder auch nicht – sonntags im Wald spazieren. Am Montag wurde in der Kittelschürze wieder aufgepaßt, daß die Seife nur dreimal rumgedreht wurde. Ein stilistisches Fossil dieser untergegangenen Periode ist Sahra Wagenknecht.
Gerade in Gesellschaften vom zweiten Wohlstandsgrad kommen die Verzichtsideologien der modernen Pietisten schlecht an. Die Welt ist aus den Fugen, die meisten gesellschaftlichen Grenzen verschoben. Ein Blick ins pralle Leben des Hedonismus:
Grad ist der Merz dabei den Wohlstand bedenkenlos zu schrotten, Milei dabei ihn zu heben. Denkt Merz schon an die kommenden Zeiten der Kettensäge und Milei an die Dekadenz, die auf Grund seiner Reformen später unweigerlich entstehen wird? Die Welt folgt den Naturgesetzen. Dazu gehört der Wechsel zwischen Armut und Wohlstand.
Grüße an den Inlandsgeheimdienst: „Wir hoffen immer, und in allen Dingen Ist besser hoffen als verzweifeln.“ (Geh. Rath v. Goethe)
Auch für alle genannten Akteure gilt die “ kosmische Konstante “ Tand, Tand, Tand ist Alles von Menschenhand !
Und Sie werden NICHTS, gar NICHTS davon in die grosse, endlose Leere mitnehmen können :o((
„Harte Zeiten schaffen starke Männer.
Starke Männer schaffen gute Zeiten.
Gute Zeiten schaffen schwache Männer.
Schwache Männer schaffen harte Zeiten.“ (G. Michael Hopf)
Oder die Version von Bismarck:
„Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt vollends.“
Weil den Dunkeldeutschen, durch den real existierenden Sozialismus, 40 Jahre gesellschaftliche Wohlstandsverblödung fehlen, hängen sie ein bis zwei Generationen hinterher.
So sind die unterschiedlichen Wahlergebnisse in Ost und West zu erklären.
Ich denk eher, daß der Zenit des Wohlstands überschritten ist und daß den Dunkeldeutschen dank des Verzugs das schlimmste an Dekadenz verspart wird.
Natürlich ist der Zenit überschritten, wir befinden uns in der Endphase der Dekadenz, in der noch mal alles verprasst und rausgehauen wird, was möglich ist, ohne an die Zukunft zu denken.
Die aktuelle Schuldenorgie wird erst enden, wenn Deutschland seine Bonität verliert.
„Uns“, nicht allen, nur den Steuerzahlern, also denen, die noch arbeiten, werden die Steuern (auf Arbeit und Vermögen) ins Unerträgliche erhöht, bis jede Leistungsbereitschaft erstickt ist.
Die Sozialsysteme werden unter der Last zunehmender Bürgergeldempfänger und abnehmender Arbeitsleistung zusammenbrechen.
Diese Sachen liegen klar auf dem Tisch, die spannende Frage ist: Was kommt danach?
Die Möglichkeiten:
1. Deutschland kommt durch Not und Elend wieder zur Vernunft und startet neu. Das ist Ihre Version, Herr Prabel, mir fehlt dazu etwas der Optimismus.
2. Die AfD wird verboten, was einem Verbot der Opposition und freier Wahlen gleichkommt, und ein erneutes sozialistisches Experiment mit einem Einheitsparteienblock unter Führung der bildungs- und arbeitsfernen Grünen wird gestartet. Preisbremsen bei Mieten und Grundnahrungsmitteln erzeugen Wohnungsnot und leere Regale. Fehlende Leistungsanreize durch Förderung der Gleichheit vernichten jede internationale Konkurrenzfähigkeit. Die fliehenden Leistungsträger müssen am Ende im Land eingemauert werden.
(Oh, das kommt uns bekannt vor? Nein, der „richtige“ Sozialismus wurde noch nie versucht, sagt Frau Esken.)
3. Deutschland wir ein islamischer Gottesstaat. Diese Variante wird umso wahrscheinlicher, je länger sich der Niedergang noch hinzieht bzw. sich das Land noch ausplündern lässt.
4. Deutschland endet als „Shithole-Country“, vielleicht ein Flickenteppich diverser örtlicher Machtgruppen, ähnlich dem Libanon. Clans, Gangs, religiöse Gruppierungen, eventuell auch Restdeutsche oder andere Nationalitäten beherrschen einzelne Gebiete ohne funktionierenden Staat.
4a. Eine interessante Sonderform wäre die Abspaltung bestimmten Regionen (Ostdeutschland, Teile Bayerns oder Hessens) und die Fortsetzung einer deutschen Demokratie inklusive individueller Freiheitsrechte und Marktwirtschaft in kleinerer Form.
5. Die NATO wird direkte Kriegspartei gegen Russland und Deutschland wird Kriegsgebiet. Dann ist alles möglich und nichts vorhersehbar.
Habe ich eine Möglichkeit übersehen?
Die Zeiten von “ Schnell wie die Windhunde, Zäh wie Leder und Hart wie Kruppstahl “ sind anscheinend jetzt für endgültig und immer vorbei :o((
Es ist schwer eine gültige Aussage über ein paar Millionen Menschen zu geben. Sind sie hedonistisch? Kann man sagen, aber wird genug Gegenbeispiele finden.
Das Problem ist die Machtlosigkeit. Da gibt es eine Außenministerin, deren Englisch nicht makellos ist, aber sie behält den Posten vier Jahre. Da sind Politiker, die heucheln, aber was soll man tun?
Die Menschen sind nicht hedonistisch, sondern ängstlich. Kein Mut, nur Verwirrtheit, kein Glaube an die eigene Stärke. Gefördert wird nur staatlicher Mut, sprich Antifa. Alle anderen ducken sich weg oder sind apolitische hedonisten.
Stand Up for your rights, not for your pleasure.
Im Gegensatz zu anderen Nationen fürchten die künstlich gezüchteten „Bundesdeutschen“ den Bürgerkrieg, was sie zu germanischen Zeiten und noch 1525 oder 1618 oder sogar anfangs der 1920er keinesfalls verschmähten.
„Knallen die Gewehre tak tak tak“ oder „die Republik braucht keine Gelehrten“ sind Wendungen, die unter der Glasglocke nicht gebraucht werden dürfen, unter Gefahr des Zerspringens.
Aber das wird kommen, nur wann ist die Frage.